Deutsch-Koreanischer Austausch zu Theologie und Kirche in der Gegenwart
Was Kirchen in Südkorea und Deutschland voneinander lernen können, steht im Zentrum bilateraler Begegnungen zur Erforschung und Lehre von Gemeindegründung, Kirchenentwicklung und pastoraler Leitung.
Vorstellung der LIMRIS-Metropolstudien in einem deutsch-koreanischen Forschungskolloquium zu Fragen religionssoziologischer Gemeindeforschung in Seoul 2024 (Bild: F. Burkhardt)
Die Gesellschaften in Südkorea und Deutschland haben vieles gemeinsam, trotz unterschiedlichen kulturellen und historischen Wurzeln. So sind sie in Bezug auf Lebensstil Wirtschaft oder Bildung sehr vergleichbar. Im Bereich Theologie und Kirche verbindet beide Länder, dass das Christentum die stärkste Religion darstellt, aber auch dass die großen christlichen Denominationen unter Phänomenen der Säkularisierung leiden wie rückläufige Gottesdienstbesucher, Verlust an Kirchenmitgliedern und dass viele Gemeinden im Begriff sind, die junge Generation zu verlieren. Die beiden methodistischen Theologen Professor Dr. Eun Jae Lee von der Seoul Methodist University und Pastor Dr. Friedemann Burkhardt, Praktischer Theologe an der Internationalen Hochschule Liebenzell, stehen seit vielen Jahren im akademischen Austausch miteinander. Was sie neben ihren Forschungen zur Geschichte und Theologie des Pietismus, Methodismus und zur sozialen Frage im Protestantismus verbindet, ist ihr Interesse an Fragen der kirchlichen Erneuerung ihrer Kirchen in der Gegenwart. Um damit verbundene Themen praxisrelevant zu bearbeiten, kommen seit einigen Jahren regelmäßig in Deutschland und Südkorea zum wissenschaftlichen Austausch über Theologie und Kirche zusammen.